Ihr fragt — Josianne antwortet (Teil 2/2 )

Rund um Selbstständigkeit, Business, Social Media und Co.

Im Teil 1 von «Ihr fragt – Josianne antwortet» habe ich eure Fragen rund um Zyklus, Liebe, Familie und Beziehung beantwortet. Hier geht's ums Geld verdienen, Business machen und sich selbst treu bleiben, auch wenn ein freundlicher, innerer Frühlingsanteil manchmal gerne was anderes antworten würde.

Ich antworte in gewohnter Josianne-Manier. Meine Antworten erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es könnte sein, dass dein Business-Coach dir was komplett anderes sagt und deine Selbstständigkeit nicht so tickt wie meine. Was sogar sehr wahrscheinlich ist, weil jede von uns eben ganz individuell gestrickt ist.

Bereit für ein bisschen Real Talk? Dänn legemer los:

Frage Nr. 1 – Englisch im Newsletter – Wer's nicht mag, darf gehen!

«Du streust oft englische Ausdrücke oder Redewendungen ein. Warum? Mich nervt das. Ich habe schon mehrmals überlegt, deswegen deinen Newsletter abzubestellen. Aber das will ich eigentlich nicht. Könntest du nicht einfach ausschliesslich Deutsch schreiben?»

Herbst-Antwort: Dänn nervt's dich halt. Mein Newsletter, mein Spielplatz, meine Wahl. Entweder chillst du dich, oder drückst ganz unten auf «Abbestellen».
Frühlings-Antwort: Weil ich lange in Kanada, Kalifornien und Irland war, die Sprache liebe, und sie sich gut eignet, ein paar Dinge bloody brilliant auf den Punkt zu bringen. Period.
(By the way: Ohne den Zusatz «mich nervt das» der Fragestellerin hätte ich die Herbst-Antwort nicht gegeben. Aber mich nervt's halt, wenn Leute konsumieren und meckern).

Frage Nr. 2 – Wie geht das ohne Social Media?

«Du bist nicht mehr auf den sozialen Medien, LinkedIn, etc. Dein Business scheint trotzdem gut zu laufen. Warum?»

Antwort: Dank meiner absolut treuen Fan-Base, meiner wundervollen Community, meinen zahlreichen Newsletter-Abonnentinnen – DANK EUCH! Ihr empfehlt meine Bücher, die Yoni Bliss und meine Kurse weiter. Mund-zu-Mund-Werbung ist immer die stärkste (warum kommt mir bei diesem Ausdruck immer Baywatch in den Sinn?).

Mein Newsletter ist die Hauptschlagader von Quittenduft. Ich versuche, wenig inhaltlichen Müll zu produzieren. Fokussiere mich auf das, was wirklich Mehrwert stiftet, anstatt meine Zeit mit Reels zu verplempern.

Ich stelle mich als Interviewpartnerin zur Verfügung und lande in Podcasts, auf anderen Blogs und sogar im Fernsehen. Was wir als Selbstständige oft vergessen: Es hat schon lange vor Social Media erfolgreiche Selbstständige gegeben. Es gibt andere Wege, um Menschen zu erreichen. Social Media ist nur einer.

Frage Nr. 3 – Me, myself and the forest

«Wann kann ich mal mit dir in den Wald kommen?»

Antwort: Nie bis gar nie. Ausser im Rahmen von bezahlten Angeboten, in denen ein «Wald mit Josianne» enthalten ist. Zum Beispiel bei einem Retreat, auf dem wir durch einen Lärchenwald streifen, oder einem Zyklus-Spaziergang in meinem Mooswald, wie ich ihn mit meinen «13 MOONS»-Jahreskreisfrauen gemacht habe.

Meine übrige Zeit ist reserviert für Familie, Freundinnen und Privates.

Und by the way: Ich bin total gerne alleine im Wald. Nur ich und die Amsel und der Specht und das Farnkraut. Die Spinnenweben im Sonnenlicht und das Eichenblatt. Das Rauschen des Windes und ein Tagpfauenauge, das vor mir her flattert. Der Wald ist meine Tankstelle, mein Kraftplatz, mein «lönd mich in Ruhe, ich bruch Ziit für mich sälber»-Ort.

Deshalb ja, auch wenn's hart klingt: Ich bin gerne und viel im Wald, doch ich möchte nicht mit dir gehen.

Frage Nr. 4 - Selbstständigen-Sisterhood-Netzwerk-Gedöns

«Wie entscheidest du, für wen du Werbung machst? Bzw. was muss ich tun, damit du meine Angebote in deinem Newsletter erwähnst?»

Antwort: Da habe ich keine klare Strategie. Was sich bewährt hat, ist, Erwähnungen für Leute zu machen, die ich persönlich kenne. Menschen, die auch meine Arbeit weitertragen, mein Buch empfehlen, meine Links zu Angeboten teilen.

Solche Menschen sind oft seit vielen, vielen Jahren Teil meiner Welt. Ausserdem liebe ich es, Dinge weiterzuempfehlen, die ich selbst nutze, mag, ausprobiert habe und toll finde. Es gibt so viele wundervolle Angebote da draussen, ich könnte in jedem Newsletter etwas empfehlen.

Aber auch ein grosses Learning: Ich KANN Angebote von anderen teilen, MUSS aber nicht. Man hört zwar oft: «Wir Frauen / Selbstständigen müssen zusammenhalten, netzwerken, Sisterhood, weisch.», und ich bin da nur bis zu einem gewissen Grad einverstanden. Alles von allen zu teilen, stiftet auch Verwirrung, und es gibt keinen grösseren Unsinn als Selbstständige, die denken: «Wenn ich nichts von den anderen teile, bin ich ein Egoist. Wenn ich mich ins Zentrum stelle, dränge ich mich zu fest vor / bin ich arrogant / findet mich niemand mehr toll». Selbstständigkeit ist für mich die grösste Persönlichkeitsschulung und wir dürfen lernen, zu unseren Angeboten und Produkten zu stehen und sie so in die Welt zu tragen, wie es sich für uns stimmig anfühlt.

Wenn sich dadurch ein Netzwerk bildet, Kontakte entstehen, sich Synergien bilden: Hey, prima. Doch ich sollte mich als Selbstständige auch nicht auf andere verlassen, sondern daran feilen, mein eigenes Wirken konsequent sichtbar zu machen.

Frage Nr. 5 – Wie schaffst du es mit Kritik souverän umzugehen oder damit, dass einige Menschen Zykluswissen für unnötigen, esoterischen Quatsch halten?

Ich habe das Glück, dass ich gar nicht so viel Kritik bekomme. Ich bin nicht mehr auf Social Media und ich habe keine Kommentarfunktion unter meinem Blog. Auch in meinem Telegram-Kanal gibt es keine Kommentarfunktion und all das ist ganz absichtlich so gewählt. (Schont mein Nervensystem, lässt mich ruhiger schlafen, ischmer u-huere vill lieber so!)

Wenn jemand mich kritisieren will, dann muss er sich schon die Mühe machen, mir eine persönliche E-Mail zu schreiben, und das kommt sehr selten vor.

Wenn ich in der Öffentlichkeit stehe, zum Beispiel beim SRF-Fernseh-Beitrag über den Zyklus, gibt es bei YouTube durchaus kritische Kommentare. Weil ich weiss, dass dies mir nicht guttun, lese ich sie einfach gar nicht.

Ich gebe zu, zu Beginn meiner Selbstständigkeit hat mich das ordentlich gestresst. Inzwischen bin ich so lange in the game, dass ich mir innerlich sagen kann: «Ach du hey. Ich weiss imfall, was ich hier tue, und wenn es dir nicht passt oder du Zykluswissen für esoterischen Kram hältst, dänn isch das dis Problem, nid mis. Denn dann hast du weder etwas von Biologie verstanden noch davon, wieso du selbst überhaupt existierst.»

Wer so denken will, der kann gerne so denken. Ich mache trotzdem weiter mit meiner Arbeit.

Frage Nr. 6 - Wie legst du die Preise für deine Angebote fest?

Das ist eine coole Frage. Ich gehe mit dem Leitsatz von Denise Duffield-Thomas, er lautet: «The price is just the price.» Das heisst so viel wie: «Du kannst niemals den perfekten Preis machen. PUNKT.»

Ein Angebot kann immer zu günstig oder zu teuer sein, und deshalb habe ich angefangen, einfach eine Zahl zu wählen, die sich für mich stimmig anfühlt. Im Hinterkopf habe ich dabei, dass Frauen tendenziell zu tiefe Preise ansetzen. Das bringt mich manchmal dazu, aus meiner Komfortzone rauszugehen und den Preis dann noch ein bisschen zu erhöhen.

Auch wenn es dich vielleicht wundert: Es ist wirklich ein «Aus-dem-Hut-Zaubern».

Was ich nie mache, ist, bei anderen zu schauen, was sie für ein Webinar oder einen Onlinekurs nehmen. Und was ich mir noch abgewöhnt habe, ist, Menschen in meinem Umfeld nach dem Preis zu fragen. Du kannst zehn Personen fragen, und du bekommst zehn verschiedene Preisvorschläge. (Not really helpful!)

«Preise festlegen» war übrigens ein grosses Lernfeld. Ich stehe heute an dem Punkt, an dem ich weiss: «The price is just the price» und deshalb nicht mehr 10'000-mal hinterfrage.

Doch das war nicht immer so.

 

Frage Nr. 7 – Woher nimmst du nur immer die Ideen für deinen genialen Newsletter? Und macht dir das wirklich immer Freude oder musst du dich auch manchmal überwinden?

Die meisten Ideen nehme ich mitten aus dem Leben. Sie kommen mir beim Beobachten von Menschen und Situationen oder auch wenn ich lese. Da macht es in meinem Kopf irgendwie automatisch die Verbindung zum zyklischen Gedankengut.

Zum Beispiel war ich in den letzten Tagen auf einer Wanderung, und währenddessen kamen mir wieder zig neue Ideen für Newsletter. Ich beobachte die Natur, ich schaue, wie es mir geht und was mir im Alltag so begegnet. Und ich frage mich bei allem: Was hat es mit dem Zyklus zu tun? Zack – schon wieder neuer Schreibstoff.

Überwinden? Ganz ehrlich, vielleicht ist es einer von 100 Newslettern, den ich rausschicke und bei dem ich denke: «Der ist jetzt nicht so geil!» Doch ich mache mir auch nicht den Druck, dass ich einen schreiben muss. Ich verschicke nur, wenn ich Lust habe, und habe das Glück, dass das Newsletter-Schreiben mir echt riesige Freude macht. Es ist wie so ein innerer Motor, der einfach läuft. Ich denke nie: «Oh Scheisse, schon wieder eine Woche um. Jetzt muss ich ja wieder einen Newsletter schreiben!»

Der Newsletter zählt zu meinen absoluten Lieblingsaufgaben im Business und dafür bin ich mega dankbar.

Du bist neugierig und willst diesen genialen, vom echten Leben inspirierten Newsletter auch lesen? Dann trag dich in das unten stehende Formular ein. Gib mir deine beste Mailadresse und ich schick dir den coolsten Zyklus-Stoff.

Blog-Sommer

Hoi, ich bin Josianne,

die Frau hinter Quittenduft. Als Menstruationskundige und Zykluscoach gebe ich seit über 10 Jahren mein Wissen rund um den weiblichen Zyklus weiter. So auch hier auf meinem Blog, der dich dabei unterstützen soll, besser zu verstehen, was es mit dem zyklischen Leben auf sich hat. Mal nachdenklich, mal frech, mal superklug – aber immer bloody lesenswert.

Hat dir das gefallen und du möchtest mehr über das zyklische Leben erfahren? Dann melde dich für die kleine Schritt-für-Schritt-Einführung in den Zyklus an. Wir lesen uns.

Mit «Hello Zyklus!» Schritt für Schritt ins zyklische Leben eintauchen

Ich, Josianne, erkläre dir in 3 Schritten höchstpersönlich die Basics:

  • Was es mit dem inneren Frühling und Sommer auf sich hat und was du in der ersten Zyklushälfte beachten darfst, damit du nicht ausbrennst und uf dä Felgä bei der nächsten Mens ankommst.
  • Selbstbeobachtung: Das A und O im zyklischen Leben - wie du ganz easy damit beginnst und warum es dir hilft, ALLE Zyklusphasen smart für dich zu nutzen (inklusive Zyklusrad zum Ausfüllen.)
  • Wie du dich so durch den inneren Herbst und Winter navigierst, dass du die Zeit vor und während der Mens nicht mehr absitzt, sondern in Zukunft bloody good meisterst.

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